Was ist so besonders an Bremen?
Überzeugende Antworten auf Video sucht eine Initiative aus
Bremer Unternehmen und der Freien Hansestadt Bremen.

Rechtliche Grundlagen
meinbremen.tv


Wen darf ich filmen?

Um es kurz zu sagen: Jeden, der ausdrücklich zugestimmt hat, gefilmt zu werden und niemanden, der das nicht hat. Zwei Ausnahmen gibt es: Werden Personen sozusagen als „Beiwerk“ neben einer Landschaft oder anderen Örtlichkeiten abgebildet, ist eine Veröffentlichung ohne ihre Einwilligung zulässig. Die andere Ausnahme stellen Personen des öffentlichen Lebens (Prominente, Politiker, Schauspieler, etc.) bei öffentlichen Auftritten dar. Auch diese Menschen dürfen natürlich nicht ungefragt in ihrer Privatsphäre behelligt werden. Heißt: Trifft man auf einen Prominenten, und es ist nicht ganz klar, ob er privat unterwegs ist, dann muss man ihn erst mal fragen, ob er gefilmt werden möchte. Grundsätzlich ist es sogar verboten, Menschen heimlich auch nur mit dem Mikro (also bei ausgeschalteter Kamera) aufzunehmen. Und: Filmen mit „versteckter Kamera“ - auch wenn es noch so lustig sein kann - ist schon mal ganz tabu!

Am sichersten ist, man lässt sich von allen Menschen, die im Film mitwirken, eine schriftliche Einverständniserklärung geben, dass sie zustimmen gefilmt zu werden und dass sie darüber informiert wurden, was mit dem Film passiert, bzw. wo er laufen könnte (meinbremen.tv und weitere Internetplattformen).


Wo darf ich filmen?

Im frei zugänglichen, öffentlichen Raum darf man ohne Erlaubnis alles filmen, was man sieht, also auf Straßen, Plätzen oder im Freien. Aber: Man darf nicht ohne Erlaubnis für die Filmarbeiten ein Grundstück oder Gebäude betreten, bzw. nicht in offene Türen oder Fenster filmen, auch nicht durch Büsche, Zäune oder andere Lücken. Die privaten Bereiche (wie z.B, Haus und Garten) sind auf jeden Fall tabu, hier gilt das Hausrecht.

Das heißt aber nicht, dass man ansonsten wild drauf los filmen kann. Viele Eigentümer von öffentlich zugänglichen Grundstücken oder Unternehmen oder Veranstalter wollen vorher wissen, wer auf Ihrem Grundstück/auf ihrer Veranstaltung filmt. Vor allem, wenn der Dreh aufwendiger ist. Ohne eine Drehgenehmigung kann es Ärger geben. Also: Im Zweifel vorher fragen.

Will man bei Behörden oder größeren Unternehmen drehen, bekommt man eine solche Drehgenehmigung in der Regel bei den Pressestellen bzw. den jeweils Zuständigen, Verantwortlichen oder Chefs der Unternehmen bzw. Veranstaltungen. Und damit es dann nicht doch noch zu Problemen kommt, sollte man die Drehgenehmigung natürlich immer zum Dreh mitbringen und notfalls vorzeigen können.


Beim Drehen nicht andere stören, behindern oder gefährden!

Durch die Dreharbeiten sollte niemand gestört, behindert oder gar gefährdet werden! Bei größeren Projekten besteht die Möglichkeit, sich den Drehort zu sichern und als solchen zu kennzeichnen, evtl. sogar abzusperren – wozu man in der Regel dann aber die Zustimmung des Ordnungsamtes einholen muss.


Welche Musik/welche Bilder darf ich verwenden?

Ein ganz wichtiges Thema beim Filmemachen sind Musik, Bild- und Videorechte - denn im Grunde sind alle Musiktitel, Bilder und Videos urheberrechtlich geschützt und dürfen erst mal nicht ohne ausdrückliche Genehmigung weiter veröffentlicht werden! D.h.: Alles, was man nicht selbst produziert hat, sondern von Musik-CD’s oder -Platten stammt, oder aus dem Internet von den entsprechenden Musikplattformen geladen wurde, darf man nicht ohne Genehmigung des Urhebers oder einer Verwertungsgesellschaft (z.B. GEMA) in einem Film verwenden, bzw. veröffentlichen. Auch kostenlose Musik ist so gut wie immer nur für den Privatgebrauch und nicht fürs Fernsehen oder Internet freigegeben.

Für den Wettbewerb meinbremen.tv heißt das: Ist die Musik selbst gemacht, brauchen wir vom Einsender die Bestätigung, dass alle Beteiligten mit der Rechte-Übertragung einverstanden sind. Wenn GEMA-pflichtige Musik verwendet wurde, nehmen wir den Film einfach noch mal ohne Musik an, wenn es technisch möglich ist. Im Zweifelsfall benötigen wir eine Notiz, woher die Musik stammt, oder dass es unklar ist, welche Rechte auf der Musik liegen, bzw. wie damit umzugehen ist.

Aber auch Bilder und Videos bzw. -Ausschnitte, die nicht selbst produziert wurden, dürfen nicht einfach so in dem Film verwendet werden, wenn nicht ausdrücklich der Autor die Rechte für die Veröffentlichung im Internet- und/oder Fernsehen freigegeben hat.


No Go!

Was gar nicht geht sind natürlich beleidigende, diffamierende, rassistische, gewaltverherrlichende, diskriminierende, pornographische oder sonstige strafbare Inhalte. Werbung ist in den Filmen nicht zulässig. Videos mit solchen Aussagen landen bei uns sofort im Papierkorb und haben keine Chance auf die Teilnahme am Wettbewerb.


Vor dem Hochladen auf die meinbremen.tv-Plattform

Vor dem Hochladen diese Checkliste genau lesen!

  • Ist die Musik freigegeben? Ist das Videomaterial freigegeben? Sind die Rechte an den Bildern im Video geklärt?
  • Ist keine Werbung im Video zu sehen?
  • Sind alle gezeigten („aktiven“) Personen einverstanden, dass sie ins Internet oder ggf. ins Fernsehen kommen?
  • Ist klar, welche Rechte abgetreten werden? Zum Beispiel das Recht, den Film sowohl auf der Plattform „meinbremen.tv“ als auch auf anderen Internetplattformen zu stellen. Er darf auch im Fernsehen gesendet, oder bei Festivals/im Kino gezeigt werden!
  • Bei unter 18-jährigen: Wissen die Erziehungsberechtigten davon und kennen sie die Nutzungsbedingungen? Die gesetzlichen Vertreter müssen dem Ganzen zustimmen, und zwar schriftlich.
Die Vereinbarung über die notwendigen Rechte-Übertragungen und die Einwilligung Deiner Erziehungsberechtigten, wenn Du noch keine 18 bist, findest Du hier: Vordruck Rechteübertragung



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